Nemec+Team

+49 (0) 6184 - 901056

info@snhc.de

Praxis-Werbung: Wie es gelang regelmäßiges Zähneputzen zur Gewohnheit zu machen

Praxis-Werbung: Wie es gelang regelmäßiges Zähneputzen zur Gewohnheit zu machen.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Das hat seine Vorteile. So müssen wir nicht darüber nachdenken mit welchem Bein wir morgens aufstehen oder wie wir den morgendlichen Kaffee aufsetzen. Auch Routinen im Beruf und in der Behandlung sind hilfreich. Oder wen der Patient anruft, wenn er eine Zahnreinigung oder Zahnersatz braucht. Rund vierzig Prozent unseres Alltags läuft gewohnheitsmäßig und somit automatisch ab. Das ist ganz praktisch, denn so haben wir Kapazitäten für andere wichtige Dinge. Eingefahrene Denk- und Verhaltensmuster können jedoch geändert werden. Neue Gewohnheiten entwickeln sich, wenn sie an vorhandene Auslösereize und Belohnungserlebnisse gekoppelt werden. Ein Auslösereiz kann fast alles sein, zum Beispiel ein Ort, ein Duft, eine Werbung oder eine Emotion.

Gute Praxiswerbung – Wie gehirngerecht servieren Sie logische Argumente?

Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts war Zähneputzen nicht sehr populär. Das änderte der amerikanische Werbeexperte Claude Hopkins. Ihm gelang es mit einem simplen Auslösereiz eine wirkungsvolle neue Gewohnheit in die Welt zu setzen: das regelmäßige Zähneputzen. Mit den Worten „Lassen Sie Ihre Zunge über Ihre Zähne gleiten. Sie spüren einen Film – dieser lässt Ihre Zähne ungesund erscheinen und fördert die Fäulnis.“ kombiniert mit einem Bild, das eine Zahnpasta zeigt, die kräftig schäumt und dem Kunden somit Wirksamkeit vermittelt. Abgerundet wurde die Werbung mit einem Belohnungsversprechen, nämlich das frische Gefühl im Mund. Für mehr als fünfzig Prozent der Amerikaner wurde das Zähneputzen in den 30er Jahren so zur Gewohnheit.

Mit Praxis Werbung Patienten-Gewohnheiten ändern

Wer Gewohnheiten und Einstellungen der Patienten versteht, kann sie verändern. Der Zahnarztpraxis steht dazu inzwischen eine breite Palette an Möglichkeiten der Patientenansprache zur Verfügung, wie Online-Werbung, Social Media, Anzeigen, Großflächenplakate, Veranstaltungen, Messeausstellungen und Pressearbeit. In allen Medien kann Emotions Marketing umgesetzt werden, um abseits von Fakten den Kunden ein signifikantes Gefühl mit der Praxis zu verknüpfen und so eine nachhaltig starke Verbindung aufzubauen.

Emotionen unterscheiden sich stark basierend auf Alter, Hintergrund und Interessen. Um Patientengruppen anzusprechen und relevante Werbung zu kreieren, muss man verstehen wie die Patienten ticken. Denken Sie an Ihre Eltern. Würden sie auf die gleichen Argumente reagieren wie Sie? Würden Sie die Argumente überzeugen, die Ihre Eltern ansprechend finden? Wahrscheinlich nicht. Um Menschen erfolgreich bei der Entscheidungsfindung zu begleiten, brauchen Sie keine Auflistung von Leistungen und Kompetenzen. Sie brauchen keine Aufzählung von Vorteilen und Nachteilen. Sie brauchen die richtige Balance zwischen Erfüllung ihrer logischen und emotionalen Bedürfnisse. Werbung für die Zahnarztpraxis wird wirksamer, wenn sie von Allgemeinplätzen wegkommt und genauer auf die Patientengruppen und ihr Anliegen eingeht.

 

Bild: Museums Victoria/unsplash