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Marketing für Zahnärzte – Von der Idee zur Praxismarke.

Teil 1 des Artikels zum Thema Praxismarketing anhand einer Praxisneugründung – erschienen in der ZWP 06/13.

Ob Existenzgründung oder Übernahme – beides fängt für den zukünftigen Praxisinhaber mit einem weißen Blatt Papier an: Welches Konzept soll gelebt werden? Wie soll die Praxis heißen? Welches Erscheinungsbild passt zum Konzept? Welche Marketing-Maßnahmen sind sinnvoll, um die Praxis bekannt zu machen? Was für eine Praxismarke macht für mich Sinn?

Markenführung für eine Zahnarztpraxis läuft nach einer klaren Struktur ab. Ausgehend von der Strategie erhält die Praxis durch das Design seine visuelle Gestalt. Die Kommunikation verbreitet die Botschaft der Praxis lokal, regional oder bundesweit, je nach Zielsetzung der Praxis. Die Prozesse konzentrieren sich auf die direkte Interaktion zwischen Praxis und Patient.

Die veränderten Rahmenbedingungen durch medizinisch-wissenschaftlichen Fortschritt, leere Kassen und eine alternde Gesellschaft lassen neben dem problemgeplagten Gesundheitswesen einen chancengetriebenen Gesundheitsmarkt entstehen. In diesem Kontext wird häufig die Frage nach Patient und Praxisklient aufgeworfen. Die Basis ist die asymmetrische Rollenverteilung zwischen Patient und Zahanrzt – der eine hat Angst, der andere Ahnung.

Wenn es beispielsweise dem Patienten an den eigenen Geldbeutel geht, wird dem Patienten sein Beitrag viel bewusster. Eine Aura von Kaufen und Warentausch, die den Kunden im Patienten weckt und somit sein Verlangen nach stärkerem Mitreden entwickelt. Trotz und wegen der Einschränkungen, wie Heilmittelgesetz oder Berufsordnung, entstehen neue Marketingaufgaben für Zahnärzte. Der Zahnarzt muss seine Praxis stärker als bisher als lebendiges Soziotop begreifen, in dem die Qualität der Leistung durch viele Faktoren für den Klienten erfahrbar wird. Erfahrbar beispielsweise in der Art der Kommunikation, der Effizienz der Praxisorganisation, der Qualität der Atmosphäre. Wie bei Marken aus anderen Bereichen gilt: Menschen nehmen ganzheitlich wahr. Ihre Einstellungen und Empfehlungsfreudigkeit zu und für eine Praxismarke werden durch bewusste und unbewusste wahrgenommene Signale und Reize geprägt. Markenführung hilft diese Wahrnehmung zu lenken.

Am nachfolgenden Beispiel einer Existenzgründung wird die sukzessive Entstehung einer Praxismarke beleuchtet. Als Instrument dient das Markenrad mit dem die unverwechselbare Identität der Praxis herausgearbeitet wird.

Weiter geht es in Teil 2 mit Praxisstrategie.

 

Bildnachweis: Grafische Umsetzung und Erstveröffentlichung: OEMUS MEDIA AG (Leipzig), ZWP Zahnarzt Wirtschaft Praxis 6/2013, S. 16

Quelle: Sabine Nemec